Richtlinien für die gedruckten Editionen

Gestaltung der Bände

Nebst der kritischen Textedition muss jede Ausgabe prinzipiell Einleitung, Bibliografie, Übersetzung in eine moderne Sprache sowie Indizes umfassen. Laufende Abschnittstitel in den jeweiligen Kopfzeilen sind erforderlich. Die Zeilennummern bei den Apparaten dürften nicht formatiert (fett, kursiv usw.) werden.

Kritischer Apparat

Sigel

Die Sigel müssen fettgedruckt und an bisher erschienenen Ausgaben desselben Autors orientiert sein, z.B. V = Vat. gr. 244. Mehrere Kopisten eines Textzeugen werden mit hochgestellten arabischen Ziffern nach dem Sigel angegeben, z.B. V2, V3 … = zweiter, dritter … Kopist in Vat. gr. 244.

Lemmata und Lesarten

Der Textkritische Apparat ist grundsätzlich negativ zu gestalten. Lemmata werden eingegeben, wenn der Bezugstext nicht eindeutig ist. Wenn das Lemma mehr als drei Wörter umfasst, dann wird nur sein Anfang gefolgt von „–“ und sein Ende angegeben. Der Lemma-Text wird im Apparat von den übrigen Lesarten mit „]“ getrennt. Wenn der Bezugstext einzelne Wörter einer längeren Textstelle betrifft, dann wird der identische Text durch „…“ ersetzt. Unterschiedliche Lesarten werden durch „:“ getrennt. Wenn sich mehrere Aussagen auf dieselbe Variante beziehen, werden sie mit Komma getrennt.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

λέγει ποία καὶ πόσα εἰσὶν τὰ σχήματα τῶν συλλογισμῶν A

- B

λέγει ποία καὶ πόσα εἰσὶν τὰ σχήματα τῶν συλλογισμῶν

λέγει – συλλογισμῶν om. B (s. „Tilgungen und Auslassungen“)

ποία ἐστὶ χείρων πρότασις καὶ ποία κρείττων A

ποία ἐστὶ κρείττων πρότασις καὶ χείρων B

Ποία ἐστὶ χείρων πρότασις καὶ ποία κρείττων

κρείττων … χείρων B

ἐκφωνεῖται εἴτε δυνάμει εἴτε ἐνεργείᾳ A

ἐκφωνεῖται ἢ δυνάμει ἢ ἐνεργείᾳ B

ἐκφωνεῖται οὐ δυνάμει ἀλλ’ ἐνεργείᾳ C

ἐκφωνεῖται οὐ δυνάμει ἀλλ’ ἐνεργείᾳ D

Ἐκφωνεῖται εἴτε δυνάμει εἴτε ἐνεργείᾳ

εἴτε1 … εἴτε2 ] ἢ1 … ἢ2 B : οὐ … ἀλλ’ C, D s.l. (s. „Zufügungen“)

Zufügungen

Zufügungen werden mit „post / ante“ und „add. Sigel“ vor bzw. nach dem Bezugstext verzeichnet. Zufügungen am Rand oder über der Zeile werden mit „in marg.“ bzw. „s.l.“ nach dem Sigel angegeben. Zufügungen des Herausgebers / der Herausgeberin erfolgen durch die Hervorhebung der betreffenden Stelle im Editionstext mit „< >“ bzw. die Eingabe des Bezugstexts mit „addidi“ im Apparat.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

οὗτος ἦν A

οὗτος ἦν δὲ B

οὗτος δὲ ἦν C

οὗτος ἦν

post ἦν add. δὲ B, ante ἦν C s.l.

ἡ ἁμαρτία κατηγορεῖται A

ἡ ἁμαρτία <κατὰ παντὸς ἀνθρώπου> κατηγορεῖται

κατὰ παντὸς ἀνθρώπου addidi

Tilgungen und Auslassungen

Tilgungen werden mit „post / ante“ und „del. Sigel“ vor bzw. nach dem Bezugstext kenntlich gemacht. Tilgungen des Herausgebers / der Herausgeberin erfolgen durch die Hervorhebung der Stelle mit „[ ]“ im Editionstext bzw. die Eingabe des Bezugstexts mit „seclusi“ im Apparat. Auslassungen werden mit „om.“ bezeichnet.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

δηλοῖ A

δηλοῖ ὁ λέγων B

δηλοῖ

post δηλοῖ del. ὁ λέγων B

κατ’ οὐ κἃν παντός A

κατ’ οὐ [κἂν] παντός

κἂν seclusi

ἡ μείζων, ἤγουν ἡ καθόλου καταφατικὴ πρότασις A

- B

ἡ μείζων, ἤγουν ἡ καθόλου καταφατικὴ πρότασις

ἡ μείζων – πρότασις om. B

Wiederholungen

Werden zwei Texteinheiten hintereinander wiederholt, wird dies mit Hilfe von „iter.“ angegeben.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

ὁ λίθος οὐ ζῷόν ἐστιν ὁ λίθος οὐ ζῷόν ἐστιν A

ὁ λίθος οὐ ζῷόν ἐστιν

ὁ λίθος – ἐστιν iter. A

Umstellungen

Bei Umstellungen von zwei Wörtern wird die nicht adoptierte Lesart mit Sigel im Apparat verzeichnet. Werden Texteinheiten um mehr als ein Wort umgestellt, wird dies durch Eingabe der umgestellten Texteinheit gefolgt von „ante / post“, Bezugstext und „transp. Sigel“ angegeben. Bei geänderter Wortfolge von mehreren Wörtern sollte die geänderte Wortfolge angegeben werden, gefolgt von „transp. Sigel“.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

τρόποι τέσσαρες A

τέσσαρες τρόποι B

τρόποι τέσσαρες

τέσσαρες τρόποι B

τὴν ἑτέραν πρότασιν παρασιγήσαντες ἐπιφέρουσι τὸ συμπέρασμα A

ἐπιφέρουσι τὸ συμπέρασμα τὴν δὲ ἑτέραν πρότασιν παρασιγήσαντες B

τὴν ἑτέραν πρότασιν παρασιγήσαντες ἐπιφέρουσι τὸ συμπέρασμα

ἐπιφέρουσι τὸ συμπέρασμα ante τὴν transp. B

τοῦτο οὐκ ἔστιν A

οὐκ ἔστιν τοῦτο B

τοῦτο οὐκ ἔστιν

οὐκ ἔστιν τοῦτο transp. B

Korrekturen

Textveränderungen, die als Korrekturen von einem oder mehreren Kopisten in den Textzeugen eingetragen wurden, werden mit „a.c.“ bzw. „p.c.“ nach dem betreffenden Sigel kenntlich gemacht. Korrekturen des Herausgebers / der Herausgeberin werden im Apparat nach dem Bezugstext mit „scripsi“ ausgedrückt.

Lesarten

Editionstext

Kritischer Apparat

τῶν A

τοῦ A2

τῷ B

τῶν

τῶν ] τῷ B : τοῦ A2 p.c.

ὀφείλομεν A

ὁ φιλόσοφος

ὁ φιλόσοφος scripsi : ὀφείλομεν A

Quellenapparat

Bezugstexte werden mit „]“ ausgehoben. Die Abkürzungen von aristotelischen Werken sind jene, die auch in CAGB-digital erscheinen.

Verweise auf Kommentare zu aristotelischen Werken sollten ohne Kommata sowie unformatiert aus dem abgekürzten Namen des Autors, „In“ und der entsprechenden Abkürzung des Werkes bestehen, z.B. Philop. In Anal. Pr. I 300,5–8.