Inhalt

  • (ff. 10–221) Phys. (tit. Ἀριστοτέλους φυσικῆς ἀκροάσεως ἄλφα). Libr. I (f. 10–55); II (f. 55v–81); III (f. 81v–102v); IV (f. 102v–136v); V (f. 136v–150v); VI (f. 150v–172v); VII (f. 172v–185); VIII (ff. 185–217).
    Im Anschluss (ff. 217–219) Phys. VII 2, 244b 5b ἅπαν γὰρ σῶμα bis VII 3 Ende (248a 9) in einer kontaminierten Variante der zumal durch Par. 1859 überlieferten Fassung von Phys. VII; im laufenden Text bietet Mosq. die Vulgata (‘textus alter’ Ross).
  • Zu Phys. I (ff. 7–28v) am Rand bzw. ganzseitig Simplikios, In Phys. comm. 1, 1–52, 4 (Ende des Kommentars zu Phys. I 2, 185a5–10). Danach disparate Scholien, tw. aus dem Kommentar des Philoponos (z. B. f. 34r = Philop. 75, 14–20), aber auch aus dem Kommentar des Georgios Pachymeres (z. B. f. 32v = Pachym. 16, 18–24 [ed. Benakis 2008 (als Werk des M. Psellos)]).
  • Ab Phys. III (f. 83r) am Rand Phys.-Paraphrase des Theodoros Metochites (ab §3 Ὅτι ἐπεὶ τινὰ τῶν ὄντων καὶ ἐντελεχεία ἐστὶ καὶ δυνάμει κτλ.).
  • Textgeschichtliches


    Für die zweite Version von Phys. VIII scheint Mosq. direkt auf den kontaminierten Stammvater η bzw. ι zurückzugehen, so wie das Fragment Vind. phil. 213 (vgl. Boureau 2018, 145–146 Addendum). Da der ältere Vind. aus dem gleichen Umfeld (der Patriarchatsschule?) stammt, ist er eventuell eine Vorlage von Mosq.
    Für die Metochites-Paraphrase ist der zu Mosq. gehörige Alex. 87 Bruder des Marc. 239 (die gemeinsame Vorlage beider repräsentiert wohl einen zweiten Hyparchtypen neben Vat. 303).

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Format

Folienzahl

Kopist

Manuel von Korinth (Förstel); vgl. PLP 16712.

Ergänzungen zum Textbestand

Die Scholien zu Phys. I–II wurden wahrscheinlich mit dem Primärtext aus der Vorlage übernommen; diese Vorlage war wohl (evtl. über Zwischenstufen vermittel) Par. 1859, der von Matthaios Kamariotes restauriert und anntotiert wurde. (Möglicherweise war die Vorlage ein Bruder des Parisinus – dieses Verhältnis wird von F. Berger für Inc. an. angenommen. Die Scholien stammen vielleicht teilweise aus dem verlorenen Alexander-Kommentar zur Physik.)

Beispiele für längere Anmerkungen zu Phys. I: ff. 30r, 32v, 34r, 35v, 36rv, 37v, 38r, 39v (mit log. Diagramm), 40r, 40v (mit Dihärese und log. Diagramm), 42v, 43r (mit Tabelle und log. Diagramm), 43v (mit piktoralen Verweiszeichen), 44v, 46r, 49r (mit log. Diagramm), 49v, 50v, 51r, 52v1–2), 53rv, 54v, 55r.

Diagramme zu Phys. IV 9 (f. 119) und Phys. VI (am unteren Rand).

Geschichte

Datierung

1484/85; 14. Jh. (ff. 227-233)

Entstehung

Die Handschrift gehört zusammen mit Alex. 87 (Aristoteles, Physikalische Schriften mit umlaufender Paraphrase des Metochites).

Dem Mosq. wurde zu unbekanntem Zeitpunkt ein älteres Fragment der Sophistenviten aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts vorgebunden (ff. 1–6; f. 1rv von 〈Ioannes Katrarios〉 (B. Fonkič) kopiert). Nachgebunden das Fragment einer Handschrift des 14. Jahrhunderts, enthaltend unter anderem einen Brief und einen medizinischen Text von Michael Psellos (Moore 2005, Nr. 61; 1035) sowie Progymnasmata des Severos.

Provenienz

Mosq. stammt wohl aus der privaten Bibliothek des Manuel Korinthios, die nachmals teilweise in das Klosters Vatopedi gelangte (Stefec 2013, 316). Er wurde im Jahre 1653 von Arsenij Suchanow im Athoskloster Vatopedi erworben.

Bibliographie

Kat.

  • Archimandrit Vladimir, Sistematičeskoe Opisanie rukopisej Moskovskoj Sinodal´noj (Patriaršej) Biblioteki 1. Rukopisi grešeskija, Moskau 1894, 687–688 (Nr. 449)

Kod.

  • B. L. Fonkič, F. B. Poljakov, Grečeskie rukopisi Moskovskoj sinodal’noj biblioteka. Paleografičeskie, kodikologičeskie i bibliografičeskie dopolnenija k katalogu archimandrita Vladimira (Filantropova), Moskau 1993, 149 (Identifizierung der Hand des Ioannes Katrarios).
  • Förstel 1999, 245–254 (Zuweisung an Manuel von Korinth und Datierung des Corpus, zu dem Mosq. gehört).

Quelle

  • CAGB (nach der Literatur sowie anhand von mangelhaftem Mikrofilm)
Die Erstellung der Daten in "CAGB digital" ist ein fortlaufender Prozess; Umfang und Genauigkeit wachsen mit dem Voranschreiten des Vorhabens. Ergänzungen, Korrekturen und Fehlermeldungen werden dankbar entgegengenommen. Bitte schreiben Sie an koch@bbaw.de.

Zitierhinweis

Moskau, Gosudarstvennyj Istoričeskij Musej (GIM), Mosq. 239, in: CAGB digital, hg. v. Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. URL: https://cagb-digital.de/id/cagb5635544 (aufgerufen am 6.2.2023).

Permalink

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